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8.06.2007

Das Ende des Hypes

Ja, so ist das mit "Hypes" - einmal losgetreten, walzen sie sich Lawinen gleich von den elitären Spitzen der Erfinder und Entdecker hinab in die breiten Massen im Tal der Nutzer und Trittbrettfahrer. Doch ebenso wie Lawinen geht auch den Hypes irgend wann einmal die Luft und der Schwung aus, der unwiderstehliche Reiz des Neuen verpufft wie billiges Parfum, was vorerst noch freudige Erregung verursachte, artet in Arbeit aus - und weil der Mensch von Natur aus ein faules Tier ist, wird's langsam auch in so manchem Blog stiller und ruhiger.

Gleiches gilt auch für Manneken Piss, der - vorwiegend aus Mangel an berichtenswerten Erlebnissen, und sekundär aus Mangel an Zeit - sein Web Tagebuch zu einem Web Wochen- und schließlich Monatsbuch verkommen ließ. Er entschuldigt sich jedoch mit diesem Eintrag an geeigneter Stelle für seine Menschlichkeit und Faulheit und verspricht, in den nächsten Tagen mit ein paar Neuigkeiten die geneigte Leserschaft wieder auf Trab zu halten.

Ihm zum Troste gereicht lediglich, daß auch Google scheinbar nicht mehr mit der Zeit geht, sondern sich Zeit lässt: Aktualität im Netz unterliegt also weniger Minuten und Sekunden, wie man angesichts der Schnelllebigkeit dieses Mediums annehmen möchte, sondern einzig und allein einer unsichtbaren und unergründlichen Willkür: selbst trotz langer verfasserischer Stille befindet sich dieser Blog noch immer an erster Stelle: "little man piss"...

6.09.2007

Nichts geht

Was geht ab?
Das ist so eine Frage, welche sich Manneken Piss zur Zeit nicht wirklich beantworten kann. "Eigentlich nichts", ist er verleitet zu antworten. Eigentlich viel, ist das, was er als Hoffnung, als Licht am Ende des Tunnels betrachten mag.

Die Wahrheit ist, und dabei mag er nicht kleinkarriert wirken, es geht nichts, aber schon rein gar nichts ab! Die gegenwärtige Phase ist wie schon lange nicht mehr geprägt von Stillstand und Bewegungslosigkeit. Ob's an der eigenen Unfähigkeit liegt, vermag Manneken Piss nicht zu sagen - genau so wenig, ob's an der unglücklichen Verkettung aus aufgrund sich unübersichtlich auftürmender Arbeit ungenutzter Feier- und Fenstertage liegt.

Hätte Manneken Piss einen Spülkasten im Rücken, er würde die Kette fest nach unten ziehen und darauf hoffen, daß der Wasserwirbel seinen Teil zur gründlichen Spülung beiträgt...

3.15.2007

Zahlungsmoral

Wer solche Freunde - oder besser Kunden - wie Manneken Pis hat, braucht keine Feinde mehr. Nein, vielmehr besteht ein tageweise erhöhter Bedarf an freudschen Psychiatern, blutgeilen Auftragsmördern, russisch-skrupellosen Geldeintreibern und hin und wieder an sanftmütigen Weiblichkeiten, um dem Druck des Alltags Herr zu werden.

Zur Zeit fühlt sich Manneken Pis wie ein Galeeren-Sträfling in Ketten an die Ruderbank seines Arbeitsplatzes (siehe nebenstehende Abbildung!) geschmiedet und möchte seinen Kopf am liebsten durch die Brille in den Abfluss stecken und kräftig ziehen, um sich a) den Kopf durchspülen zu lassen, oder sich b) in den aborten Fluten zu ertränken.

Wer behauptet, die Sklaverei sei abgeschafft, der irrt, denn hierzulande regiert unumstößlich der Diktator Mammon, der alle nach Nahrung und Obdach zehrenden Menschlinge bindet und knechtet - nicht mit Ringen, nein, mit Münzen und Scheinen - was sich als subtiler und wirkungsvoller erwiesen hat. Genannter regiert mit zweischneidigem Schwert, nimmt denen, die nicht haben, und gibt jenen, die haben - treibt einen an der Kandare in seine Teufelsspirale und zieht dabei die Garotte immer enger. Töten ist dabei nicht seine Absicht. Masochist muss sein, wer dem Club der selbständig Erwerbstätigen beizutreten gedenkt!

Manneken Pis spricht hier an all Jene, welche es betrifft - und diese wissen es! - hier eine unmissverständliche Warnung aus: "Verflucht sei jeder, der frei von Moral und Skrupeln ist, insbesondere wenn dies ausständige Zahlungen betrifft! Mögen sich Eure Schatzkammern und Geldbeutel über Nacht leeren - sobald Eure Schulden beglichen sind!"

Es bleibt nur eine vernünftige Lösung: den Hahn abdrehen und Vodoozauber auf Sparschweinen und Portmonnaies anzuwenden -oder?!

2.04.2007

Vom Gestern und Heute

<- Toilette im Tower of Londen

Die Zeit vergeht wie im Flug, zieht durch das Fenster, ehe Manneken Piss ihrer bewußt werden konnte - und wieder ein Tag, und wieder ein weißes Blatt Papier...

Was für ein Tag!

London hat Manneken Piss nicht nur als Stadt fasziniert und der Eintages-Trip dorthin in mystisch-esoterischem Sinne viel Bedeutung gewonnen. Freundschaften gestärkt und neue Bekanntschaften geschlossen, sich mit dem Gewesenen, dem Seienden und dem Zukünftigen auseinander gesetzt - Bestätigung und neue Ziele gefunden.

Manneken Piss erlebt die Tage seither um einige Stunden verkürzt, auch wenn sie sich nach wie vor in - je nach Gewohn- und Gewünschtheit - 43200 bis 28800 Augenblicke unterteilen lassen, oder eben 86400 Sekunden, wenn man gewillt ist, die Zeitspanne zwischen gestern und morgen technisch-detailliert in Häppchen zu zerteilen. Nein, es ist vielmehr das frühlingshafte Wiederaufkeimen der Sinnhaftigkeit von ehemals Visionen, nun sich anscheinend in Richtung Realität bewegender Ideen.

Manneken Piss hatte in London viel zu sehen, noch mehr zu bestaunen und eine Unendlicheit an Eindrücken zu verarbeiten. Hochleistungssport für die grauen Gehirnzellen, Kurz- und Langzeitgedächtnis, und die kleinen Hamster in der großen Nuß, die den Hals nach oben hin abschließt und verhindert, daß es ihm direkt in den Magen regnet, treten schneller in ihre Laufräder.

Das neue Jahr wird langsam alt, es ist erst der dritte Eintrag - aber schon der zweite Monat. Manneken Piss muss zur gegenwärtigen etwas pausieren, zu gegebener Zeit jedoch wird er wieder posten, was das Zeug und der Spiecherplatz hergibt.

1.27.2007

Auf zu neuen Ufern!

In seiner Eigenschaft als mit der Er-findung und -stellung von nach Möglichkeit die breite Masse unter- haltender Software Betrauter und sich seinen bescheidenen Lebensunterhalt Verdienener hat sich Manneken Piss auf die große Insel begeben, um dort die ATEI zu besuchen und sich ein Bild sowohl über die gegenwärtige als auch vermutlich zukünftige Situation am Markt zu verschaffen.

Der Billig- aber Gut-Flug hat sich wieder Erwarten zu einer amüsanten Unterhaltungsshow entwickelt - moderiert von einem müssiggängigen Stewart: "Let me now - Pause - present you or new - Pause -äh - Top-Product! These - Pause - Scratchingcards where you can win - Pause - ...". Neben dem Verkauf von Rubbellosen und einer reichhaltigen Palette von kalten und warmen Snacks, einer etwas eingeschränkteren Auswahl heißer und kalter Getränke oder Alkoholika wurden Manneken Piss Heizdecken, Rheumamatratzen, Katzenfelle und Angoraunterhosen feil geboten.

Gute ein oder zwei Stunden später - mit oder ohne eingerechneter Zeitverschiebung - setzte Manneken Piss' bevorzugtes Transportmittel in Stansted auf und er eroberte, bewaffnet mit Heizdecke und Rheumamatratze, eingehüllt ind Katzenfell und die Lenden mit Angoraunterhosen beschürtzt, die weite Welt der vereinigten Königreiche.

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Inzwischen ist Manneken Piss wieder heimgekehrt und hat den Kopf voll mit den unterschiedlichsten Eindrücken - sobald er die Reizüberflutung bewältigt und sich sein Kopf vom ewigen "Rechts- und Links-Schauen" während der Sightseeing-Tour die Wackel-Dackelei abgewöhnt hat, wird er hier ausführlich seine Begeisterung kundtun.