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4.25.2007

Stop Global Warming

Die 45-jährige US-Sängerin und Grammy-Gewinnerin Sheryl Crow reist noch bis Sonntag mit ihrer Tour unter dem Motto "Stop Global Warming" durch die Vereinigten Staaten, um an Colleges für mehr Umweltbewusstsein zu werben. Dabei macht sich die Gute auch viele mehr oder weniger sinnige Gedanken zum Klimawandel:

„Ich denke, wir könnten einige Probleme in den Griff bekommen, wenn jeder auf der Toilette nur ein Blatt abreißen würde!“

Umdenken in Sachen WC-Papier-Verbrauch wäre auch in der von Manneken Piss besiedelten Kommune angesagt - einerseits aus ökonomischen Gründen in Hinsicht auf den Verbrauch als andererseits in Hinsicht auf das friedliche Zusammenleben auf die Beschaffung!

Klar, daß es immer Probleme gibt, wenn man in Gruppen sammelt & jagt, so richtig besch... aber wird es, wenn man zur missverständnisklärenden Keule greifen will, sobald sich einem das Papier zwischen den Backen zu Ende neigt...

Manneken Piss hat sich um Erleuchtung gesorgt und nimmt sich daher die Freiheit heraus, derweilen noch zu konsumieren, was Andere anschaffen, anstatt sich selbst auf die Jagd zu begeben, mfg an die WG...
mfg,

4.02.2007

Der Sexismus der Emanzipation

Wien ist anders. Rückblickend auf die lange Geschichte seines ach so geliebten, innigst gehassten Heimatlandes stellt Manneken Piss fest, daß dies immer schon so war, noch immer so ist und auf ewig so sein wird. Wien ist nun aber auch die Stadt des Gender Mainstreaming, wobei kaum einer so recht weiß, ob sich hinter diesem Begriff etwas zu Essen, zu Überdenkendes oder am Besten gleich wieder zu Vergessendes verbirgt.

Wien scheint auch die Stadt der "Kampflesben"* zu sein, welche sich zu nachtschlafener Stunde im Groll über den sich zum Ende neigenden Energievorrat ihrer "Vibsis" haareraufend über Alltags- und patriarchale Symbolik hermachen. Manneken Piss will gar nicht abspenstig machen, dass die Auflehnung gegenüber eingefahrenen Rollenbildern Sinn macht - nein, in diesem Fall kann er Manches nur unterstützen - doch es gibt Grenzen a) der Sinnhaftigkeit, b) des Verständnisses und c) der Umsetzbarkeit der nicht diskriminierenden geschlechtlichen Gleichstellung.

Der Aufreger des Tages war nun vergangenen Abend in illustrer und geschlechtlich wie sexuell orientiert bunt gemischter Runde jenes links oben gezeigte Bildchen, welches als Vorschlag für die Ersetzung des altbekannten "Fluchtweg-Männchens" gedacht und zur Diskussion gestellt ist!
Manneken Piss stellte fest, daß selbst Feminismus sexistisch agiert, wenn "Frau" ausschließlich über lange Haare, Absatzstiefel und - wohlgemerkt! - Mini-Rock definiert wird! Wo bleibt hier die angestrebte Freiheit wirklich? Ist diese Darstellung nun Aufruf, sich gemeinschaftlich mit "kleinen Schwarzen", "Nuttenstiefeln" und ausgefranstem Langhaarschnitt zu uniformieren? Darf beziehugsweise muss nun wieder die Frage gestellt werden, wer wirklich "die Hosen an" hat?

Dem Vollzug der Gleichberechtigung würde vielmehr entgegenkommen, den Notausgang mit Tafeln, welche Rücksicht nehmen auf Geschlecht, Alter, Haartracht, Religionszugehörigkeit, Nationalität, Hautfarbe und biologischer Gattung (wohin im Notfall mit Hund und Katz?), zu verpflastern. Gleiches gälte dann auch für WC-Schilder, Verkehrsampeln, Baustellentafeln,... - willkommen in Schilda!

Manneken Piss würde schweigen, würde das besagte originale "Fluchtweg-Männchen" seinen Schniedelwutz zwecks Repräsentation einer eindeutigen Geschlechterzugehörigkeit zur Schau stellen - so aber muss er noch einen weiteren Eintrag verfassen, um die geneigte Leserschaft auf andere Abarten des Irrwitzes der Emanzipation hinzuweisen: lesen Sie dazu morgen mehr!

* Manneken Piss legt größten Wert darauf, daß er diesen Begriff nicht diskriminierend verwendet, sondern diesen ungeachtet seiner Toleranz und Achtung gegenüber nahezu allen sexuellen Orientierungen hier bewußt einsetzen muss, um dem "Keulenschlag" mehr Gewicht zu verleihen! Er bittet also hiermit all jene Weiblichkeiten, welche der Männlichkeit nichts abgewinnen wollen/können, mit demütiger Verbeugung um Verzeihung!

2.13.2007

Wochenend und Sonnenschein

Zum wiederholten Male sorgen Pissoirs für Aufregung in unseren ach so bürokratischen Landen! Die Alpenrepublik, die sich angeblich stark macht für Kunst und Kultur - aber eben nur die Ihre, und diese ebeso reduziert auf einen einzigen, längst verstorbenen und bis in alle Bitterkeit verwursteten kreativ Schaffenden (welcher seinerseits der Überlieferung nach wohl die hellste Freude mit der hier Thema seienden Kunst gehabt hätte!) - eben dieses Land der Berg- und Schluchtenbewohner hat so seine Probleme mit dem Natürlichsten der Welt und dessen Auffang- und Entsorgungsbehältnissen, sofern diese eine nicht ganz so konventionell-alltägliche Form annehmen!

Ich darf zitieren:

"Auf der Weekender Herren Toile
tte sind seit Anfang Februar neue Pissoirs installiert, die für viel Aufregung sorgen: Unser Statement: Der Weekender ist ein Rock´n´Roll Venue und daher auch mit entsprechenden Bildern und Accessories ausgestattet. Die neuen Pissoirs (auf der Herrentoilette) sind - wie die meisten wohl wissen - an das Logo der legendären Band "The Rolling Stones" angelehnt. Der Mund ist das Trademark der Rolling Stones und wurde dem von Mick Jagger nachempfunden, weshalb jegliche Anschuldigung von Sexismus aus dem Weg geräumt sein müsste! Offensichtlich fühlen sich dennoch manche Personen nun persönlich beleidigt, was niemals im Sinn dieser Aktion und auch nicht beabsichtigt war. Rock´n´Roll war schon immer kontrovers und anscheinend ist der Weekender jetzt auch Bestandteil dieser Kontroverse. Falls Personen sich nun gedemütigt fühlen und wegen der Toilette deshalb unser Lokal nicht mehr besuchen wollen, bedauern wir dies sehr! Notiz am Rande: Der Designer dieser Pissoirs ist eine Frau! Das Weekender Management"

Manneken Piss sieht sich genötigt, dem Management seinen Gruß auszurichten und den Hut zu ziehen angesichts so viel Mut - nicht den Mut, sich "geile Lippen" an die Kacheln zu nageln, sondern in einer "Weltstadt" wie der hiesigen so ein Szene-Programm auf die Füße zu stellen!

Es lebe die Kunst und vor allem deren Freiheit, meint Manneken Piss, und schüttelt ab mit einem Gruß an alle linken, rechten und gemäßigten Chaoten, Bodenständigen und noch Unentschiedenen - bis die Tage, es werden noch sicher Berichte zum Thema folgen...

11.25.2006

Don't Panik!

Selbst Manneken Pis hat es nicht miterlebt, aber es soll ja Blogger geben, welche diese prähistorischen Zeiten miterlebt haben und sich an die leeren Straßen an den autofreien Sonntagen anno 1973 erinnern. Auch Japan war damals von der Ölkrise stark betroffen.

Um die
relativ hohe Inflationsrate einzudämmen, die von steigenden Ölpreisen weiter in die Höhe getrieben wurde, gab die japanische Regierung im Frühjahr 1973 bekannt, unter anderem die Ölimporte strikt zu reglementieren.

Wenn die Ölpreise steigen, machen wir uns vor allem darüber Gedanken, dass Diesel und Benzin teurer und damit unser Lieblingsspielzeug Auto noch kostspieliger wird. Die Geschichte zeigt jedoch, daß sich dieser Umstand auch auf ganz andere alltägliche Bereiche - teils sogar viel katastrophaler - auswirken kann!

Im Herbst 1973 verfiel der Kurs des Yen gegenüber dem Dollar immer mehr und so kam schließlich irgendwann einmal das Gerücht auf, dass die Ölimport-Rationierungen auch zu Produktions-Engpässen bei der Herstellung von Toilettenpapier führen würden.

Dieses Gerücht löste nun eine Massenpanik von kaum vorstellbaren Ausmaßen aus und besorgte Hausfrauen stürmten die Supermärkte, um noch schnell das letzte vorhandene Toilettenpapier aufzukaufen. Daraus resultierten leergeräumte Regale, was das Gerücht von der WC-Papier-Knappheit zu bestätigen schien, was wiederum zu weiteren Hamsterkäufen und einer wahren "Toilettpapier-Panik" führte...

Die heutige Illustration zeigt schließlich den Höhepunkt der eskalierenden Situation Anfang November: in einem Supermarkt in Amagasaki (Präfektur Hyogo) wurde am 2. November 1973 eine 83-jährige Frau im Kampf um das begehrte Papier in einer Massenschlägerei von Hausfrauen niedergetrampelt! Sie brach sich das rechte Bein und zog sich schwere Verletzungen zu.

Das Ministry of International Trade and Industry sah sich daraufhin veranlasst, öffentlich zu versichern, dass die Versorgung der japanischen Bevölkerung mit Toilettenpapier gesichert sei und
und drängte die Produzenten, alle bislang gelagerten Vorräte auf den Markt zu werfen. Trotzdem stieg der Preis für das knappe Gut sprunghaft an die Bevölkerung wurde eindringlich darum gebeten, von weiteren Panikkäufen Abstand zu nehmen!

Interessanterweise gab es Mitte der 1970er Jahre eine ähnliche Entwicklung in Hawaii, wo die Nachschubprobleme in der Ölversorgung nicht nur zu langen Schlangen an den Zapfsäulen sondern auch zum Sturm auf's WC-Papier führten. Zwar waren hier keine Opfer zu beklagen, die Ausgabe des Papiers wurde aber zeitweise auf eine Rolle pro Person pro Einkauf rationiert!

Manneken Pis wird sich angesichts dieser Fakten für den vorweihnachtlichen Einkaufstrubel und die Schlacht um's beste Weihnachtsgeschenk mit Schlagstock, Elektroschocker und Pfefferspry rüsten.

Hoffen wir, daß der Ölpreis bis auf Weiteres stabil bleibt,
damit wir in aller Besinnlichkeit den Advent genießen zu können!

11.23.2006

Happy Toilet, Healthy Life

Nachtrag zum 19. November 2006, dem "Welttoilettentag"

Seit 2001 veranstaltet die Welttoilettenorganisation jährlich den "World Toilet Summit", welcher am 19.11.2006 stattfand - diesmal in Bangkok unter dem Motto “Happy Toilet, Healthy Life”.

Der Welttoilettentag will Tabus beseitigen und Verantwortliche in Politik und Wirtschaft wachrütteln, denn noch immer ist für einen großen Teil der Menschheit das Toilettenproblem eine X-Akte und somit ungelöst!

Eine Forderung der Welttoilettenorganisation besteht zum Beispiel darin, daß die Regierungen mindestens 3% ihrer Ausgaben für Sanitär- und Wasserversorgung aufwenden! Für den Österreichischen Staat würde dies unter Berücksichtigung des Jahresbudgets 2006 bedeuten, daß von den EUR 66.172.000.000 also EUR 1.985.160.000 - in Worten "Euro einemilliardeneunhundertfünfundachtzigmillionen- einhundertsechzigtausend" im wahrsten Sinne des Wortes ins Klo gespült werden! Gehen wir davon aus, daß laut Statistik Austria und der letzten Volkszählung im Jahre 2001 in Österreich 8.032.857 Menschen leben, ergibt dies eine "Pro-Kopf-Spülung" von EUR 247,13 pro Jahr, was täglichen Klo-Kosten von EUR 20,59 pro Kopf und Nase entspricht!

Stellen wir dem entgegen, daß die Richtsätze der Grundsicherung für einen Alleinstehenden wie Manneken Pis monatlich gerade mal EUR 421,30 betragen, was einem Tagsatz von EUR 14,04 entspricht.

Jetzt ist kurzes Kopfrechnen angesagt: tägl. EUR 14,04 Grundsicherung minus EUR 20,59 "Klo-Kosten" ergibt eine Pro-Kopf-Verschuldung von EUR -2.390,75 pro Jahr! Wiederum auf alle Österreicher umgelegt, bedeutet dies, daß unsere Staatsbürgergemeinschaft jährlich den gigantischen Schuldenberg von EUR -19.204.552.872 - in Worten "Euro neunzehnmilliardenzweihundertviermillionenfünfhundertzweiund- fünfzigtausenachthundertzweiundsiebzig" versch***st!

Und da haben diese Lästerer und Schandmäuler, die unser schönes Land am Strome rund um all die vielbesungenen Dome besiedeln, nichts Besseres zu tun als sich darüber amüsierend zu beklagen, daß sich Rot-Schwarz wie Kinder in der Sandkiste nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen können?! Immerhin könnte man ja von den oben genannten 3% des Jahresausgabenbudgets 18 Stück Eurofighter kaufen!

Für die österreichische Bevölkerung würde dies bedeuten, daß nahezu alle Diskussionen ein Ende und wir endlich mal wieder eine Regierung UND eine zumindest laut Whitepaper funktionierende Luftraum-Überwachung hätten! Lasse sich der geneigte Leser dies mal durch den Dickdarm gehen!!!

Manneken Pis sitzt nun und grübelt, ob er einen öffentlichen Aufruf an das österreichische Volk starten soll, daß es sich aus Gründen der Sparsamkeit in Zukunft "verkneifen" soll, den "Stein der Weisen" "abzudrücken" - oder ob auf alle Sparsamkeit und ebenso die Luftraumverteidigung gesch***en sei - sei's drum...

Nun gut, zugegeben, ist alles nur ein rein theoretisches Zahlenspiel, denn niemand muss für's Sch****en direkt "abdrücken", aber dennoch recht unterhaltsam...

10.19.2006

Stenzel hat die Schnauze voll!

"Wir haben vor einer Woche aufgedeckt, dass bei der Oper sexistische Pissoirs existieren. Nun entsteht endlich medialer Druck."
Man(n) will es ja kaum glauben! Nicht mal mehr auf dem Pissoir hat man(n) seine Ruhe vor dem weiblichen Geschlecht! So erstattete Bezirksstadträtin Ursula Stenzl eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses gegen den Betreiber dieses öffentliche WCs, der Neuhold Gerhard GmbH. Auch die Grünen Wien , insbesondere Stadträtin Monika Vana, mokkieren sich über die "sexistische" Gestaltung dieser Schüsseln.

Tja, demnächst werden sie Geschichte sein, diese Zeugnisse origineller WC-Gestaltung! Wie der standard.at heute berichtet, werden die Pissoirs der Herrentoilette in der "Opera Toilet" in Wien über Ebay versteigert!

Ich möchte mir keine Antwort auf die Frage geben müssen, woher diese netten und um das Wohlbefinden der Weiblichkeit bemühten Damen so gut über diese kreativen Ausgeburten eines Monster-Mannes/Männer-Monsters Bescheid wissen? Nun, es sei der Phantasie des geneigten Lesers überlassen, sich dazu Geschichten auszumalen! (Um einer Anzeige wegen Diskriminierung zu entgehen, lade ich schnell noch auch alle geneigten Leserinnen dazu ein...)

Mir bleibt nur zu hoffen, daß zumindest das Herren-WC im Stamperl in der Sterngasse 1 in 1010 Wien zumindest bis zu meinem nächsten Wien-Aufenthalt dem Ansturm der Emanzen standhalten kann, damit es mir gelingt, auch dieses Prachtbeispiel von "Sexismus" zu dokumentieren!